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Lexikon

Absatz-Finanzierung

Bei der Absatz-Finanzierung bietet der Händler oder Produzent von Investitionsgütern seinen Kunden, das heißt den potenziellen Nutzern dieser Objekte, die passende Leasingfinanzierung gleich mit an. Auf Basis von Kooperationsvereinbarungen mit der UniCredit Leasing wird die Leasingfinanzierung integrierter Bestandteil eines Gesamtoffertes.

Je nach Vereinbarung besteht die Möglichkeit, dass der künftige Nutzer als Leasingnehmer des Leasingobjektes auftritt oder der Produzent/Händler selbst als Leasingnehmer fungiert und das Leasingobjekt in der Folge an seine Kunden untervermietet.

Abschreibung für Abnutzung (AfA)

Unter Abschreibung versteht man jenen Betrag, der vom wirtschaftlichen Eigentümer des Leasingobjektes in der Bilanz als Aufwand für den wirtschaftlichen Wertverlust steuerlich wirksam abgesetzt werden kann. Die AfA bemisst sich nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer des Wirtschaftsgutes, die je nach Leasingobjekt unterschiedlich hoch sein kann. In Österreich ist nur für wenige Wirtschaftsgüter die Nutzungsdauer gesetzlich fix geregelt (PKW) bzw. vorgegeben (Gebäude). Für alle anderen Wirtschaftsgüter ist sie nach dem Einsatz im Unternehmen zu bemessen, hilfsweise können hier die deutschen amtlichen AfA-Tabellen herangezogen werden.

 

 

Ansparkaution

Bei der Ansparkaution wird gemeinsam mit dem Leasingentgelt ein Kautionsanteil bezahlt, der während der Leasingvertragsdauer als Besicherung des Leasinggebers dient und am Ende der Vertragslaufzeit zur Abdeckung des Restwertes herangezogen werden kann. Die Ansparkaution ist nicht umsatzsteuerpflichtig, daher ergibt sich für den Leasingnehmer eine Umsatzsteuerersparnis.

Anzahlung

Siehe Vorauszahlung

Baucontrolling

Bei dieser Dienstleistung wird im Zuge der Errichtung oder eines Um- bzw. Zubaus einer Immobilie ein auf die jeweiligen Anforderungen des Projektes und des Leasingnehmers abgestimmter Consulting-Vertrag abgeschlossen. Dazu gehören vor allem die laufenden Qualitäts-, Termin- und Kostenkontrollen, die Freigabe der Rechnungen sowie die Abnahme der Leistungen und die Übergabe an den Nutzer. Die UniCredit Leasing ist dabei auch für die Wahrung der Interessen des Leasingnehmers gegenüber Planern, Konsulenten, örtlicher Bauaufsicht und allen ausführenden Firmen verantwortlich.

 

Baumanagement

Baumanagement ist eine Dienstleistung, die wir als Projektbegleitung für Immobilien-Leasing-Kunden anbieten. Dabei übernimmt die UniCredit Leasing die Verantwortung für die Durchführung des gesamten Bauvorhabens: von der Analyse des Grundstücks, der Auswahl von Lieferanten, der Abwicklung von Behördenwegen und Beratung in rechtlichen, steuerlichen und bautechnischen Fragen bis zur laufenden Qualitäts- und Kostenkontrolle. Baucontrolling (siehe oben) ist ein Teilbereich der Dienstleistungen im Rahmen des Baumanagements.

 

Baurecht

Ein Liegenschaftseigentümer, der Leasingnehmer oder ein Dritter kann dem Leasinggeber das Recht einräumen, ein Bauwerk auf fremdem Grund zu errichten (= Baurecht). Der Leasinggeber errichtet dann in Ausübung des Baurechts auf diesem Grundstück ein Bauwerk und verleast dieses.

 

Baurechtszins

Darunter ist jener Betrag zu verstehen, der jährlich als Entgelt für die Überlassung des Grundstücks vom Leasinggeber zu bezahlen ist. Der Baurechtszins unterliegt bei der Rückverrechnung an den Leasingnehmer der Umsatzsteuer und muss in ortsüblicher Höhe vereinbart werden.

Bearbeitungsgebühr

Die Bearbeitungsgebühr (einmalig) wird dem Leasingnehmer mit dem ersten Leasingentgelt vorgeschrieben.

 

Bestandsvertrag

Ein Bestandsvertrag wird über einen langen Zeitraum zwischen Leasingnehmer und Leasinggeber abgeschlossen, um dem Leasinggeber die Errichtung des Gebäudes in seinem Eigentum zu ermöglichen. Das Eigentum an einem eventuell vorhandenen Altbestand geht, im Gegensatz zum Baurechtsvertrag, nicht auf den Leasinggeber über.

 

Betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer (BGN)

Unter betriebsgewöhnlicher Nutzungsdauer ist die Dauer der normalen wirtschaftlichen Nutzbarkeit eines Leasingobjektes zu verstehen. Maßgebend dabei ist die Möglichkeit der Nutzung im Betrieb des Nutzers. Sie wird für die Ermittlung der AfA herangezogen.

 

Bilanzneutral

Bilanzneutral bedeutet, dass eine über Leasing durchgeführte Investition die Bilanz des Leasingnehmers nicht verändert. Das Leasingobjekt wird vom Leasinggeber (Leasinggesellschaft) erworben und als Anlage- oder Leasingvermögen aktiviert. Damit bleiben die Kapitalverhältnisse, also Eigenkapital und Fremdkapital, sowie der eventuelle Verschuldungsgrad, beim Leasingnehmer unverändert.

 

Cross-Border-Leasing

Als Cross-Border-Leasing bezeichnet man grenzüberschreitende Leasingtransaktionen, bei denen Leasinggeber und Leasingnehmer ihren Sitz in verschiedenen Ländern haben. In vielen Fällen stammt auch der Lieferant aus einem Drittland. Die Leasingzahlungen vom Leasingnehmer an den Leasinggeber erfolgen ebenfalls grenzüberschreitend. Lieferantenzahlungen können sowohl innerhalb Österreichs als auch grenzüberschreitend und in verschiedenen Währungen erfolgen. Beispiel: Leasingnehmer mit Sitz in Rumänien, Lieferant mit Sitz in Deutschland, Leasinggeber UniCredit Export Leasing GmbH, Wien. Die UniCredit Leasing berät ihre Kunden außerdem bei der Nutzung von Exportförderungsmöglichkeiten durch die Österreichische Kontrollbank AG und Förderungsmöglichkeiten durch andere Institute.

 

Depot (Einmalkaution)

Bei Restwertleasing kann der Leasingnehmer den Finanzierungsbetrag senken, indem er bei Vertragsbeginn ein Depot (Einmalkaution) hinterlegt. Betraglich entspricht das Depot oft dem Restwert exklusive Umsatzsteuer. Das Leasingentgelt wird dadurch um kalkulatorische Depotzinsen gesenkt. Wenn der Leasingnehmer nach Vertragsende das Objekt erwirbt, wird das geleistete Depot in Anrechnung gebracht, wodurch für den Leasingnehmer nur mehr eine Restzahlung in Höhe der auf den Restwert entfallenden Umsatzsteuer verbleibt.

 

Eigenleistung

Als Eigenleistung bezeichnet man Eigenmittel, die der Leasingnehmer selbst zur Finanzierung bereit stellt. Beim Full-pay-out-Leasing ist dies eine Anzahlung. Die Höhe der Eigenleistung beeinflusst das Leasingentgelt.

 

Euribor (European Interbank Offered Rate)

Der Euribor ist der wichtigste Referenzzinssatz für kurzfristige Finanzierungen im Euro-Raum. Er wird für Fälligkeiten von einer Woche bis zu einem Jahr durch tägliche Berechnung aus den im Interbankenmarkt quotierten Zinssätzen führender Banken ermittelt.

Im Finanzierungsgeschäft werden häufig 3-Monats-Euribor (Zinssatz für 3-Monats-Gelder) oder 6-Monats-Euribor (Zinssatz für 6-Monats-Gelder) als Referenzzinssatz verwendet.

 

Facility Management

Facility Management ist ein Dienstleistungspaket rund um die laufende Verwaltung eines bestehenden Gebäudes. Dabei übernehmen wir die gesamte Hausverwaltung in kaufmännischer und organisatorischer Hinsicht, Haustechnik und infrastrukturelle Leistungen wie Reinigung und Winterdienst, die Abwicklung von Behördenverfahren und Weiterentwicklung des Flächennutzungskonzeptes.

 

Finance (Capital) Lease nach IAS/IFRS und US-GAAP

Beim Finance (Capital) Lease werden alle mit dem Eigentum verbundenen wesentlichen Risiken und Chancen eines Vermögensgegenstandes an den Leasingnehmer übertragen. Unabhängig von der Übertragung des zivilrechtlichen Eigentums gelten Finance (Capital) Lease Verträge wirtschaftlich als Finanzierungskäufe. Das Leasingobjekt wird in der Bilanz des Leasingnehmers aktiviert. Künftige Leasingzahlungen müssen in gleicher Höhe passiviert werden. Die laufenden Leasingentgelte sind, ähnlich wie bei einer Kreditfinanzierung, in einen Zins- und Tilgungsanteil aufzuteilen, wobei der Zinsanteil als Aufwand in die Gewinn- und Verlustrechnung einfließt und der Tilgungsanteil die bilanzierte Leasingverpflichtung reduziert.

 

Finanzierungsbetrag

Dabei handelt es sich um den Kaufpreis des Leasingobjektes bzw. um das Investitionsvolumen des Leasingprojektes, jeweils vermindert um die vom Leasingnehmer allenfalls eingebrachten Eigenmittel. Als Eigenmittel werden Vorauszahlung (Leasingentgeltsonderzahlung), Kaution und Depot bezeichnet.

 

Finanzierungsleasing

Unter Finanzierungsleasing sind in Österreich Investitionsfinanzierungen mit Gebrauchsüberlassung gegen Entgelt zu verstehen. Die Leasingverträge werden auf eine bestimmte Vertragsdauer abgeschlossen und sind in der Regel unkündbar. Während der Vertragslaufzeit werden üblicherweise wesentliche mit dem Eigentum am Leasingobjekt verbundene Objektrisiken und Ertragschancen auf den Leasingnehmer übertragen, ohne dass er tatsächlich Eigentümer wird. Am Ende der Vertragslaufzeit hat der Leasingnehmer die Möglichkeit, einen Folgevertrag abzuschließen, das Leasingobjekt zu kaufen oder es an die Leasinggesellschaft zurückzugeben.

Die Aktivierung des Leasingobjektes erfolgt in der Bilanz des Leasinggebers, für den Leasingnehmer stellen die laufenden Netto-Leasingentgelte Betriebsausgaben dar. Im Rahmen des Finanzierungsleasings sind in Österreich sowohl Restwert-Leasing als auch Full-Pay-out-Leasing möglich.

Finanzierungsleasing ist nicht zu verwechseln mit dem internationalen Begriff Finance Lease nach IAS/IFRS und US-GAAP!

 

Fixzinssatz

Der Fixzinssatz wird für eine bestimmte Zeit vertraglich fixiert und kann nicht geändert werden. Damit bietet er eine Absicherung gegen mögliche Zinssatzsteigerungen.

 

Full-pay-out-Leasing

Beim Full-pay-out-Leasing (Vollamortisation) wird das Leasingentgelt so bemessen, dass der Kaufpreis des geleasten Wirtschaftsguts einschließlich aller Nebenkosten nach Ablauf der Vertragslaufzeit voll amortisiert ist. Die Vertragslaufzeit muss aus steuerlichen Gründen zwischen 40 und 90 Prozent der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer des Wirtschaftsgutes liegen.

 

Gebäudewert

Bei der Immobilienfinanzierung beinhaltet der Finanzierungsbetrag in der Regel einen Grundstücks- und einen Gebäudeanteil. Jener Betrag, der auf das Gebäude entfällt, wird als Gebäudewert bezeichnet und ist bei der Ermittlung des Restwertes mit den entsprechenden Abschreibungssätzen zu berücksichtigen.

 

Grundwert

Bei Immobilienfinanzierung beinhaltet der Finanzierungsbetrag in der Regel einen Grundstücks- und einen Gebäudeanteil. Jener Betrag, der auf das Grundstück entfällt, wird als Grundwert bezeichnet und ist bei der Ermittlung des Restwertes mit dem vollen Anschaffungspreis zu berücksichtigen.

 

IAS/IFRS und US-GAAP

Der International Accounting Standard (IAS; künftig IFRS - International Financial Reporting Standard) ist der im europäischen Raum weit verbreitete Bilanzierungsstandard für börsennotierte europäische Unternehmen. US-GAAP (US Generally Accepted Accounting Principles) ist der amerikanische Bilanzierungsstandard und wird von Unternehmen verwendet, die an einer US-Börse notieren. IAS/IFRS wird von US-GAAP beeinflusst, wodurch sie sich in Struktur und Aufbau ähneln. Derzeit besteht in Österreich keine Verpflichtung zur Anwendung dieser internationalen Rechnungslegungsvorschriften, wenn auch viele Unternehmen bereits freiwillig den IAS/IFRS-Standard anwenden. Um jedoch die Bilanzierungsvorschriften der einzelnen EU-Länder zu vereinheitlichen, hat die EU mittels Verordnung beschlossen, die IAS/IFRS bis 2005 zum verpflichtenden Standard für börsennotierte Gesellschaften zu machen.

 

Immobilien-Leasing

Als Immobilien-Leasing bezeichnet man eine langfristige und objektbezogene Form der Fremdfinanzierung von Grundstücken und Gebäuden. Bei Immobilien-Leasing erwirbt die Leasinggesellschaft (der Leasinggeber) die Liegenschaft mit einem Betriebsobjekt (oder errichtet ein solches nach dem Bedarf des Leasingnehmers) und überlässt es entgeltlich und zeitlich begrenzt dem Leasingnehmer zur wirtschaftlichen Nutzung.

 

KFZ-Leasing

Beim KFZ-Leasing erwirbt die Leasinggesellschaft als Leasinggeber ein Kraftfahrzeug. Die Auswahl der Marke und Type, die Wahl des Händlers und die Verhandlung über den Kaufpreis obliegen dem Leasingnehmer. Die Leasinggesellschaft steht dem Leasingnehmer dabei beratend zur Seite. Nach Erwerb des Fahrzeugs verleast die Leasinggesellschaft dieses an den Leasingnehmer. Abhängig von der vereinbarten Vertragsdauer wird das monatliche Leasingentgelt kalkuliert. Nach Beendigung des Vertrages bieten die Leasinggesellschaften meistens das Objekt zum Kauf an.

Kalkulatorischer Restwert

Der kalkulatorische Restwert entspricht beim Full-Pay-out-Leasing immer einem Leasingentgelt.

Kaufoption

Kaufoption ist das Recht des Leasingnehmers, das Leasingobjekt am Ende der Vertragslaufzeit vom Leasinggeber anzukaufen. Bei Ausübung der Kaufoption durch den Leasingnehmer ist der Leasinggeber zum Verkauf des geleasten Objektes an diesen verpflichtet.

Kautions-Leasing

Bei dieser Leasingvariante setzen sich die monatlichen Leasingzahlungen aus einem Leasingbestandteil, der als Betriebsausgabe voll abzugsfähig ist, und einem Kautionsanteil zusammen. Diese Kaution aktiviert der Leasingnehmer als Forderung gegenüber der Leasinggesellschaft in seiner Bilanz. Gibt der Leasingnehmer das Objekt nach Vertragsende an den Leasinggeber zurück, wird die Kaution rückerstattet, sofern die Leasingvertragsbedingungen vom Leasingnehmer ordnungsgemäß erfüllt wurden.

Kommunal-Leasing

Wenn eine öffentliche Körperschaft (Bund, Länder, Städte, Gemeinden) als Leasingnehmer auftritt, spricht man von Kommunal-Leasing. Wirtschaftliche Vorteile für den Leasingnehmer (die Kommune): Der Leasinggeber ist vorsteuerabzugsberechtigt, wodurch für die Kommune der Finanzierungsbedarf lediglich die Höhe der Nettoinvestitionskosten erreicht. Subventionen und Förderungen können gemäß der geltenden steuerlichen Regelungen in die Leasingfinanzierung eingebunden werden. In der Regel wird Kommunal-Leasing in Form von Kautions-Leasing angeboten, wobei während der Vertragslaufzeit zusätzlich eine Kaution angespart wird. Kautionszahlungen unterliegen nicht der Umsatzsteuer, weshalb nur ein Teil der monatlichen Zahlungen mit Umsatzsteuer belastet ist. Kommunal-Leasing-Projekte erhöhen den Schuldenstand der Kommune nicht und richten sich nach den Maastricht-Kriterien. Gegenstand von Kommunal-Leasing können Immobilien wie z. B. Schulen, Kindergärten, Verwaltungsgebäude, Mehrzweckhallen und auch bewegliche Investitionsgüter wie z. B. Straßendienstfahrzeuge, Einrichtungen für Schulen, Kindergärten, Spitäler etc. sein.

Laufzeit

Die im Leasingvertrag festgesetzte Vertragsdauer orientiert sich an der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer des Leasingobjektes. Für Full-pay-out-Leasing (Vollamortisation) gilt bei der Ermittlung der möglichen Vertragsdauer (Grundmietzeit) die 40-bis-90-Prozent-Regel – das bedeutet, dass die Vertragslaufzeit aus steuerlichen Gründen nicht kürzer als 40 und nicht länger als 90 Prozent der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer des Leasingobjekts sein darf. Bei Restwert-Leasing gilt nur die 90-Prozent-Regel.

 

Leasing

Der Begriff “Leasing” kommt aus dem Englischen und kann am ehesten mit (ver-)mieten bzw. (ver-)pachten übersetzt werden. Zwar ist Leasing prinzipiell der herkömmlichen Form von Pacht bzw. Miete sehr ähnlich, aber in verschiedenen Aspekten unterscheidet es sich doch. Leasing ist eine Finanzierungsvariante, die die entgeltliche Gebrauchs- und Nutzungsüberlassung von Wirtschaftsgütern zum Inhalt hat, wobei diese über einen festgelegten Zeitraum eingeräumt wird. Charakteristisch für Leasing sind die drei teilnehmenden Parteien: - der Leasingnehmer, - der Leasinggeber (Leasinggesellschaft), - der Hersteller bzw. Lieferant.

 

Leasingentgelt

Das Leasingentgelt (Leasingrate) ist die finanzielle Gegenleistung des Leasingnehmers für den durch die Gebrauchsüberlassung gewährten Nutzen. Die über die gesamte Vertragslaufzeit anfallenden Leasingraten decken die Anschaffungs-, Finanzierungs- und sonstigen Nebenkosten, die dem Leasinggeber entstanden sind, unter Berücksichtigung eines möglicherweise angesetzten Restwertes. Das Leasingentgelt wird als Annuität (Tilgung und Zinsen) kalkuliert und zu kalendermäßig fixierten regelmäßigen Terminen fällig. Die Berechnung des Leasingentgelts wird durch die Faktoren Finanzierungsvolumen, Vertragslaufzeit, Zinssatz, Restwert, Eigenmitteleinbringung und Bonität des Leasingnehmers beeinflusst. Das Leasingentgelt gilt beim Leasingnehmer in der Regel steuerlich als Betriebsausgabe.

 

Leasinggeber

Leasinggesellschaften sind ihrer Funktion nach Leasinggeber und werden deshalb auch in Vertragstexten als solche bezeichnet. Die größten Mobilien- und Immobilien-Leasinggeber in Österreich – so auch die UniCredit Leasing GmbH – sind Tochtergesellschaften großer österreichischer Banken. Im Bereich KFZ-Leasing agieren auch etliche namhafte herstellerabhängige Leasinggesellschaften.

 

Leasingnehmer

Als Leasingnehmer werden juristische oder natürliche Personen bezeichnet, denen im Rahmen eines Leasingvertrags von einer Leasinggesellschaft entgeltlich für einen bestimmten Zeitraum Nutzungsrechte an einem Leasingobjekt eingeräumt werden.

Leasingvertrag

Der Leasingvertrag ist die Vereinbarung zwischen Leasingnehmer und Leasinggeber, ein Leasinggeschäft abzuschließen. Darin werden alle Modalitäten des Leasinggeschäftes zwischen den Vertragsparteien geregelt. Die wichtigsten Vertragsbestandteile sind Vertragspartner (Leasingnehmer und Leasinggesellschaft), Höhe des Leasingentgelts, Vertragsdauer, die Beschreibung des Leasingobjektes, die Zahlungsmodalitäten sowie die Höhe von Restwert, Vorauszahlung und/oder Depot (falls vorhanden).

 

Mietkauf

Unter Mietkauf versteht man eine Spezialform der Fremdfinanzierung, die wirtschaftlich dem Ratenkauf entspricht. Der Mietkäufer ist von Vertragsbeginn an wirtschaftlicher Eigentümer des Objektes, während die UniCredit Leasing bis zur Bezahlung der letzten Rate den Eigentumsvorbehalt hat. Das Objekt wird damit dem Anlagevermögen des Mietkäufers zugerechnet. Neben der Abschreibung kann unter bestimmten Voraussetzungen auch der Zinsaufwand als Betriebsausgabe geltend gemacht werden. Die Gestaltung der Laufzeit kann bis zu 100 Prozent der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ausmachen. Mit Bezahlung der letzten Rate geht auch das juristische Eigentum auf den Mietkäufer über und zwar ohne weitere Kosten.

 

Mobilien-Leasing

Gegenstand des Mobilien-Leasings sind bewegliche Anlagegüter wie Büromaschinen, Produktionsanlagen, medizinisch-technische Geräte, EDV-Anlagen, Bau-, Einsatz- oder Schienenfahrzeuge, Betriebs- und Geschäftseinrichtungen, Großlager-Systeme, Fahrzeuge, Boote etc.

 

Operating Lease nach IAS/IFRS und US-GAAP

Alle Leasingverträge, die die Finance (Capital) Lease Kriterien nicht erfüllen, werden als Operating Lease qualifiziert. Solche Leasingverträge stellen reine Mietverhältnisse dar. Die Bilanzierung des Leasingobjektes erfolgt beim Leasinggeber. Der Leasingnehmer erfasst die laufenden Leasingentgelte als Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung. Dies geschieht in der Regel linear über die Vertragslaufzeit, außer es ergibt sich eine wirtschaftliche Notwendigkeit für eine andere Darstellung beim Leasingnehmer.

 

Operating Leasing

Unter Operating Leasing sind in Österreich jene Leasingverträge zu reihen, bei welchen die Gebrauchsüberlassung im Vordergrund steht. Ein späterer Eigentumserwerb durch den Leasingnehmer ist von vorn herein nicht beabsichtigt, in der Praxis wird ihm oder einem Dritten jedoch häufig eine Kaufmöglichkeit nach Vertragsende eingeräumt. Das Investitions- und Absatzrisiko sowie die Sachgefahr (Beschädigung, Untergang des Leasingobjektes) trägt der Leasinggeber.

Die Aktivierung des Leasingobjektes erfolgt in der Bilanz des Leasinggebers. Für den Leasingnehmer stellen die laufenden Netto-Leasingentgelte Betriebsausgaben dar.

Operating Leasing ist nicht zu verwechseln mit dem internationalen Begriff Operating Lease nach IAS/IFRS und US-GAAP!

 

Pay-as-you-earn

Das pay-as-you-earn-Prinzip ist ein wesentlicher Grundgedanke von Leasing: Die Raten können weitgehend auf die Einnahmen, die durch den Einsatz des Leasingobjektes erwirtschaftet werden, abgestimmt werden. Auf diese Weise können Liquiditätsbelastungen durch hohe Vorkosten für aufwändige Investitionsvorhaben und Projekte vermieden werden.

 

Rating

Mittels Ratings wird eine Bonitätsaussage über ein Unternehmen getroffen. Dabei wird die wirtschaftliche Lage eines Unternehmens nach einem standardisierten Verfahren analysiert. Es wird überprüft, ob das Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen kann. Das Ergebnis ist die Vergabe einer Note, der so genannten Ratingklasse.

 

Restbuchwert

Der Restbuchwert ist der Wert, der nach der Abschreibung eines Wirtschaftsgutes noch in der Bilanz ausgewiesen wird.

 

Restwert

Im Gegensatz zu anderen Finanzierungsformen wird bei Restwert-Leasing der Finanzierungsbetrag während der Finanzierungslaufzeit nicht zur Gänze getilgt. Der nicht getilgte Betrag heißt Restwert. Um den Restwert nach Vertragsende abzudecken, verkauft die Leasinggesellschaft das Objekt (an den Leasingnehmer oder einen Dritten) oder sie verleast es weiter. Der kalkulierte Restwert darf nicht niedriger sein als der Buchwert bei linearer Abschreibung.

 

Restwert-Leasing

Bei Restwert-Leasing (Teilamortisation) wird das Leasingentgelt so festgelegt, dass zum Ende der Vertragsdauer ein kalkulierter Restwert angesetzt wird. Da dadurch nur ein Teil des eingesetzten Kapitals während der Vertragsdauer getilgt wird, ergeben sich im Vergleich zu Full-pay-out-Leasing geringere laufende Belastungen. Eine weitere Reduzierung der Leasingraten kann durch Einbringung einer Vorauszahlung (aus steuerlichen Gründen bis maximal 30 Prozent der Gesamtinvestitionskosten) bewirkt werden.

 

Sale and lease back

Als Sale and lease back wird ein Finanzierungsvorgang bezeichnet, bei dem die Leasinggesellschaft von einem zukünftigen Leasingnehmer gebrauchte Wirtschaftsgüter erwirbt und diese dann an den Leasingnehmer (zurück-)verleast. Zu beachten ist dabei, dass der Kaufpreis, zu dem der Leasinggeber den Gegenstand erwirbt, dem Verkehrswert entsprechen muss. Kaufpreis und betriebsgewöhnliche Restnutzungsdauer werden im Regelfall durch ein Gutachten eines gerichtlich beeideten Sachverständigen belegt. Stark wachsende Unternehmen können mit Sale and lease back-Finanzierungen zusätzliche Liquidität aufbauen. Keinesfalls sollte eine Sale and lease back-Finanzierung jedoch als “letzte Rettung” für ein Unternehmen mit nachhaltigem Liquiditätsengpass herangezogen werden.

 

Superädifikat

Ein Superädifikat ist ein Gebäude, das auf Basis eines zwischen dem Grundeigentümer als Bestandgeber und dem künftigen Gebäudeeigentümer als Bestandnehmer abgeschlossenen Bestandvertrages auf fremdem Grund erbaut wurde. Grund- und Gebäudeeigentümer sind demzufolge nicht ident.

 

US-Cross-Border-Leasing

Bei US-Cross-Border-Leasing handelt es sich um eine Transaktion zwischen einem US-Investor und einem österreichischen Leasingnehmer. Der US-Investor lukriert dabei einen Finanzvorteil durch Steuerstundung, der zum Teil dem Leasingnehmer in Österreich als Nettobarwertvorteil weitergegeben wird. Dafür ist keine Übertragung des zivilrechtlichen oder wirtschaftlichen Eigentums an den Investor erforderlich.

 

Umsatzsteuervorteil

Die Leasinggesellschaft macht bei der Errichtung der Immobilie den Vorsteuerabzug geltend und schreibt die Leasingentgelte mit Umsatzsteuer vor. Nach Ablauf des Vorsteuer-Berichtigungszeitraumes (10 Jahre) können die Leasingentgelte ohne Umsatzsteuer vorgeschrieben werden („unechte Umsatzsteuerbefreiung“). Allerdings fällt auch der Vorsteuerabzug für den Leasinggeber weg (zu diesem Zeitpunkt nur noch von geringer Relevanz), daher ergibt sich ein rechnerischer Vorteil für den kommunalen Leasingnehmer.

 

Variabler Zinssatz

Der variable Zinssatz wird der allgemeinen Zinsentwicklung auf den Geld- und Kapitalmärkten bzw. einem bestimmten Indikator (z.B. 3-Monats-Euribor) angepasst. Wenn der Zinssatz variabel ist, erfolgt je nach vertraglicher Vereinbarung eine viertel- oder halbjährliche Anpassung der Leasingentgelte.

 

Vertragsgebühr

Die gesetzliche Vertragsgebühr wird dem Leasingnehmer mit dem ersten Leasingentgelt vorgeschrieben und vom Leasinggeber an das Finanzamt abgeführt. Sie ist einmalig zu entrichten und beträgt bei unbestimmter Laufzeit im Wesentlichen 1 Prozent der 36-fachen Monatsbruttoleasingentgelte plus allfällig geleisteter Brutto-Vorauszahlungen, bei einer bestimmten Laufzeit im Wesentlichen 1 Prozent der für diesen Zeitraum zu entrichtenden Bruttoleasingentgelte (maximal jedoch für 36 Raten) plus allfällig geleistete Bruttomietvorauszahlungen.

 

Vorauszahlung (Leasingentgeltsonderzahlung, Anzahlung)

Durch die Einbringung von Eigenmitteln von Seiten des Leasingnehmers kann eine Reduzierung des Leasingentgelts bewirkt werden. Die Einbringung einer solchen Leasingentgeltsonderzahlung ist steuerlich bis zu einer maximalen Höhe von 30 Prozent der Gesamtinvestitionskosten möglich.